RR 2015

letzte Aktualisierung:
24. Mai 2018

Saisonabschlussfahrt der Rennradgruppe

Bei kühlen 6 Grad, aber um so besserer Stimmung, haben wir uns am Sonntagmorgen, dem 27. September, zu unserer Saisonabschlussfahrt getroffen. Ab Arnsberg verzog sich der Nebel und die Sonne wurde immer wärmer, so dass die 18 Radlerinnen und Radler auf der von Franz ausgesuchten Strecke zum Phönixsee sowohl die angeregten Unterhaltungen als auch die schöne Landschaft genießen konnten. Nach der Ankunft am See haben wir bei leckerem Essen zwei Stunden in der Sonne gesessen. Derart gestärkt waren sich alle einig auch den Rückweg mit dem Rad anzutreten, so dass wir nach über 140 km am frühen Abend wieder in Oeventrop waren. Die gute Laune während des Tages, die perfekt geplante Streckenführung und nicht zuletzt der gute Draht zum Wettergott haben diese Abschlussfahrt für alle zu einem schönen Erlebnis gemacht.


Paris-Brest-Paris (PBP) - Eine Hymne an den Radsport

v.l.n.r. Michael Hess (TuS Oeventrop), Matthias Honisch (RC Victoria Neheim) Christian Falk und Andreas Tilles (RC Victoria Neheim)

Vier Arnsberger Radsportler absolvierten vom 16. bis 19. August erstmals das seit 1891 ausgetragene, nur alle vier Jahre stattfindende, älteste Radrennen der Welt. Die 1230 km lange Strecke von Paris nach Brest und zurück ist sehr hügelig, rund 12.000 Höhenmeter verteilen sich auf 360 Anstiege. In der klassischen Variante gibt es keine Unterstützung durch Begleitfahrzeuge, vielmehr sind die Fahrer bei Verpflegung und eventuellen Defekten auf sich gestellt. Das Ziel vieler der 6000 Teilnehmer aus aller Welt ist daher lediglich, die Strecke innerhalb der vorgegebenen Zeit (wahlweise 90, 84 oder 80 Stunden) zu bewältigen.

Nach einigen Qualifikations-Brevets (jeder Teilnehmer muss im gleichen Jahr Brevets über 200, 300, 400 und 600 km erfolgreich absolviert haben) und weiteren 8000 bis 12000 Trainingskilometern, fuhren die heimischen Fahrer die Strecke in einer Nettofahrzeit von unter 50 Stunden. Mit den erforderlichen Schlaf- und Verpflegungspausen addierte sich die Gesamtzeit auf 69 bis 77 Stunden.

Das Besondere bei PBP ist die Atmosphäre. Die französische Bevölkerung lebt den Mythos Paris-Brest-Paris mit. Immer wieder hört man »Bravo«-Rufe oder sieht Namen von Mitstreitern in großen Lettern auf die Straße geschrieben. Nachts stehen die Leute in den Städten an der Strecke und jubeln, Anwohner regeln den Verkehr, halten die Straßen frei und zeigen mit Taschenlampen, wo abgebogen werden muss. in vielen Dörfern stehen Kinder stehen an den Kreiseln und wollen beim Vorbeifahren abgeklatscht werden. Selbst auf den einsamsten Landstraßen steht ein Auto, davor zwei Gartenstühle mit einem älteren Ehepaar, das sich in dicke Decken gehüllt hat und sich vor Nässe und Kälte schützt, nur um dem Rennen zuzusehen“.

Warum stellt man sich dieser Herausforderung?  Die Teilnahme an PBP ist trotz aller Schmerzen, Schlafmangel und Entbehrungen ein Rennen voller Hochgefühl und Genuss, bei dem auch der langsamste Teilnehmer noch wie ein Held gefeiert wird.

 

Hier ein paar Eindrücke...


Rennrad-TransAlp mit 11.000 Höhenmetern

Sechs Rrennradsportler unserer Abteilung waren im Sommer in den Alpen unterwegs. Am 09.08.2015 startete eine Rennrad Trans Alp, als GPS Selfguided Tour, von Ehrwald bis zum Gardasee.

Hieran nahmen Petra, Hiltrud, Jochen, Wilfried, Wolfgang und Manfred teil. In 6 Etappen sind 15 Pässe bezwungen worden. Dabei wurden 520 Kilometer gefahren und 11000 Höhenmeter überwunden. 

Bei bestem Rennradwetter (immer kurz, kurz) und bester Sicht, konnten sie das Alpenpanorama genießen und auf sich wirken lassen.Die Pässe auf einen Blick:

Fernpass (1212m) - Pillerhöhe (1558m) - Norberthöhe ( 1454m) - Reschenpass (1504m) - Stilfserjoch (2770m) - Umbrail (2501m) - Ofenpass (2149m) - Bernina (2328m) - Forcola di Livigno (2315m) - Passo di Foscagno (2291m) - Passo di Eira (2208m) - Passo die Gavia (2618m) - Passo Tonale (1883m) - Andalo (1041m) - Passo Ballino (800m).

Nach 6 wunderschönen Etappen erreichten sie am 14.08.2015 den Gardasee. Für alle war dies ein unvergessliches Erlebnis.

v.l.n.r: Hiltrud, Petra, Manfred, Wilfried, Jochen und Wolfgang


Marathon-Tour der Rennradgruppe nach München

Die alljährliche Marathontour unserer Rennradfahrer hat die Radsportler in diesem Jahr in die bayerische Landeshauptstadt München geführt. Trotz zum Teil extremer Temperaturen konnte ein Stundenmittel von ca. 25 km/h erreicht werden, so dass die drei weiblichen und fünfzehn männlichen Teilnehmer nach einer Strecke von fast 600 km und fast 5.000 bewältigten Höhenmetern wie geplant am Zielort ankamen. Begleitet wurden die Fahrer von zwei Betreuerinnen, die während der Fahrt unter anderem die dringend erforderliche Getränkeversorgung sicherstellten. 

Die Fahrt wurde in zwei Etappen absolviert. Nachdem am Mittwochabend um 20 Uhr der Startschuss in Oeventrop fiel, ging es durch die Nacht und den nächsten Tag bis zum Etappenziel nahe Rothenburg ob der Tauber. Von dort wurde am frühen Morgen des nächsten Tages die zweite Teilstrecke in Angriff genommen, die bis zum Zielort München führte. Bis auf einige technische Defekte verlief die Fahrt reibungslos; es waren keine Stürze oder gesundheitlichen Probleme zu beklagen.

Wo geht’s im nächsten Jahr hin?